02 November 2010

Deutsche Wahrheiten

 von Jochen Hoff

Drei Meldungen kamen in der letzen Woche über die Newsticker:
Deutsche verschenken über 3,5 Milliarden Euro Riester-Zulagen
Nicht einmal jeder Zweite in Deutschland kann regelmäßig sparen
Immer mehr Deutsche bekommen Geld von Schwiegereltern
Das bisher mit 14 Millionen Verträgen nur knapp die Hälfte der Berechtigten einen Riestervertrag abgeschlossen haben, liegt nicht nur daran, dass einige den Betrug bei Riester begriffen haben und die private Versicherungswirtschaft nicht auch noch mit Riester fett füttern wollen, sondern im wesentlichen daran, das nur "43,7 Prozent der Bürger im Westen jeden Monat Geld übrig haben, das sie auf die hohe Kante legen können. Im Osten sind es sogar nur 30,4 Prozent. Fast jeder siebte Westdeutsche (14,8 Prozent) und sogar jeder fünfte Bürger im Osten (20,9 Prozent) können der Postbank-Studie zufolge gar nichts zur Seite legen."

Mehr als die Hälfte der Deutschen sind einfach zu arm um sich durch Riester betrügen zu lassen. Da verwundert es auch nicht, das "jeder Vierte, sofern er sich in einer festen Beziehung befindet, mit Geld der Schwiegereltern unterstützt wird. Vor allem Paare unter 30 Jahren, insgesamt 44,5 Prozent, erhalten finanzielle Spenden von den Eltern. Bei den 30 bis 59-Jährigen sind es noch 21,3 Prozent."
Während die Politik die Banken mit Hunderten von Milliarden subventioniert, müssen die arbeitenden Menschen in Deutschland immer öfter Notgemeinschaften auch über die engste Familie hinaus ergreifen um überhaupt leben zu können. Während sich das Großkapital durch die korrupten Politiker subventionieren lässt, nehmen gerade diese Politiker den anständigen und hart arbeitenden Menschen alles weg.
Die Löhne sinken immer schneller und ein Gesundheitsminister wie Rössler lässt diejenigen die sich unsolidarisch in die private Versicherung verzogen haben, an den Rabatten der solidarischen Versicherungen teilhaben um die Reichen noch etwas reicher zu machen. Gleichzeitig erhöht dieser Minister über die Kopfprämie die Kosten für die solidarische Versicherung immer weiter, um alle in die privaten Versicherungen zu zwingen. Das dabei viele Menschen ihren Krankenschutz komplett verlieren werden, ist ihm und seiner gekauften FDP völlig egal.
Hilmar Schneider, Arbeitsmarktdirektor am Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) jubelt bereits davon, dass es 2012 nur noch 2 Millionen Arbeitslose in Deutschland geben werde und das Hartz IV wirkt:

"Hartz IV wirkt", sagte der Arbeitsmarktexperte mit Blick auf die Arbeitsmarktentwicklung weiter. Allerdings entfalte die Reform ihre Wirkung weniger bei den Langzeitarbeitslosen, sondern bei den Arbeitslosen, die gerade ihren Job verloren haben. "Für diese Menschen steht Hartz IV als sehr harte Drohung am Ende eines Jahres mit Arbeitslosengeld", erklärte Schneider.
"Danach stürzt man auf Sozialhilfeniveau und muss - sofern vorhanden - sein eigenes Vermögen angreifen, um über die Runden zu kommen." Deshalb täten diese Menschen alles, so Schneider, um diesen Fall nicht eintreten zu lassen. Sie machen deshalb Zugeständnisse, um wieder einen Job zu bekommen, "auch wenn er etwas schlechter bezahlt ist als der alte, oder etwas weiter gefahren werden muss"


Dieser Arbeitsmarktexperte der in Wahrheit ja nur ein "wissenschaftlicher" Handlanger der Menschenschinder ist, gibt damit offen zu, dass Hartz IV nichts anderes als eine Riesenerpressungsmaschine ist, mit der die Löhne dauerhaft und ständig neu gedrückt werden sollten und dass diese Erpressung funktioniert hat. Nur zur Erinnerung sei erwährt, das das IZA vom Steuerhinterzieher Zumwinkel gegründet wurde um Löhne zu drücken und heute von dem Chef des DIW, Prof. Dr. Klaus F. Zimmermann, geleitet wird, der bis heute nicht glaubhaft erklären konnte, wieso er zusätzlich zu seinem deutschen Gehalt auch noch Gelder aus US-Niederlassung seines DIW bekam.
Der gleiche Zimmermann fordert nun auch, dass die Arbeitszeiten auf 45 Wochenstunden steigen sollen. Selbstverständlich sagt er kein Wort darüber, dass bereits jetzt 10 Prozent der Erwerbstätigen über 48 Wochenstunden und fast 5 Prozent sogar noch länger arbeiten. Natürlich erwähnt er auch nicht, das viele Menschen bereits mehr als einen Job haben um überhaupt überleben zu können.

Quelle und Weiterlesen:  DUCKHOME

Kommentare:

Klara hat gesagt…

Manchmal wünscht man sich einfach, man würde im Lotto gewinnen, damit man für das Alter vorsorgen kann. Im Bildbericht steht, 2035 bekommen die Rentner gerade noch knapp über die Hälfte vom heutigen Anspruch. Was ist dann mit denjenigen, die in 40 oder 50 Jahren in Renten gehen? Bekommen wir überhaupt noch Rente.

Zinnober hat gesagt…

...ich glaube, das in 20 Jahren so ein Rentensystem wie wir es jetzt haben, nicht mehr existiert. Es kann gar nicht mehr existieren, man kann nicht das halbe Volk in bitterer Armut vegetieren lassen. Vorher wird noch viel Blut fliessen, leider. Hoffentlich erwischt es die Richtigen...